Veranstaltungen

Veranstaltungen

Veranstaltungen 2026

Sonntag, 5. Juli, 14 Uhr

25 Jahre Garten der Frauen

im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

In diesem Jahr wird der Garten der Frauen 25 Jahre alt. Zu dieser Jubiläumsfeier lädt der Verein Garten der Frauen e. V. herzlich ein.

Die Feier beginnt um 14 Uhr mit der szenischen Darbietung „Das Patriachat lässt grüßen – wir grüßen nicht zurück!“, präsentiert von den Schauspielerinnen Herma Koehn und Andrea Gerhard, Text und Moderation Dr. Rita Bake. Zu Wort kommen werden dabei Frauen der alten und neuen Frauenbewegung, an die wir im Garten der Frauen erinnern. Gefördert wird diese szenische Darbietung von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Auch werden wir Stimmen aus dem Hamburger Widerstand gegen das NS-Regime, von Verfolgten und Opfern hören, an die wir ebenfalls im Garten der Frauen erinnern. Sie werden präsentiert von Vereinsmitgliedern des Gartens der Frauen.

Für musikalische Begleitung sowie Getränke und Kuchen ist gesorgt.

Eintritt frei.

Sonnabend, 22. August 2026, 15 Uhr

Lesung: Im Auge des Sturms und an dessen Rändern

im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Dr. Cornelia (Nele) Lipp liest aus ihrem neuen Buch „GERTRUD UND URSULA FALKE – KLAUS MANN – JEAN WEIDT EINE (HAMBURGER) TRILOGIE 1912-1947“

Der Verein Garten der Frauen lädt herzlich ein zu einer Lesung mit Dr. Cornelia (Nele) Lipp. Sie wird aus ihrem neuen Buch „GERTRUD UND URSULA FALKE – KLAUS MANN – JEAN WEIDT EINE (HAMBURGER) TRILOGIE 1912-1947“ lesen.

 Zufällig kamen zwischen 2010 und 2024 dreimal von Kunsthändlern als „Sleeper“ bezeichnete, das heißt lange verborgene oder vergessene Materialien ans Licht. Es handelte sich nicht um alte Gemälde, sondern um eine Mappe mit Kostümentwürfen, ein Typoskript und ein illustriertes Libretto. Bei allen drei Funden handelte es sich um tanzhistorische Dokumente und alle haben Bezüge zu Hamburg und künstlerischen Positionen zu den Weltkriegen. Der Erste Krieg wurde von den Schwestern Gertrud und Ursula Falke und ihrer Kostümbildnerin Doris Boeckmann mit musikalischen, märchen- und traumhaften Tänzen verdrängt, oder in ihnen eine Tröstung gefunden, der Zweite, von Klaus Mann in den „zerbrochenen Spiegeln“ erahnt und mit seinen traumatisierenden Folgen in der „Zelle“ von Jean Weidt vorgeführt.

Klaus Mann ist bekannt, Jean Weidt inzwischen auch – über die Schwestern Falke und Doris Boeckmann ist bisher kaum etwas an die Öffentlichkeit gelangt. Die Schwestern Falke waren es, die als erste in Hamburg weiten Kreisen den künstlerischen Tanz zeigten. So große Publikumserfolge wir mehrfach in den letzten Jahren erlebten, sie waren wesentlich nur durch ihre Wegbereitung möglich.

An Gertrud und Ursula Falke erinnern Grabsteine auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Eintritt frei.

Sonnabend, 5. September, 15 Uhr

Lesung aus dem Buch von Gertraud Klemm „Abschied vom Phallozän“ eine Streitschrift

in der Cordeshalle im Forum Ohlsdorfer auf dem Friedhof Ohlsdorf Fuhlsbüttler Str. 758

Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Gartens der Frauen lädt der Verein Garten der Frauen ein zu einer Lesung der österreichischen Autorin Gertraud Klemm. Sie veröffentlichte 2025 eine Streitschrift, in der sie das herrschende Patriachat kritisch unter die Lupe nimmt. Auch der Garten der Frauen wurde vor dem Hintergrund der kritischen Auseinandersetzung mit dem Patriachat gegründet, in dem zum Beispiel die Erinnerung an bedeutende Frauen heruntergespielt und die Leistung von Frauen nicht ebenso gewürdigt wird wie die von Männern.

Die Patriarchatskritik ist notwendiger denn je. Vor der Kulisse aus Klimakrise und Kriegen droht eine Handvoll machttrunkener und skrupelloser Politiker im Verein mit rücksichtslosen Techmilliardären die Welt gegen die Wand zu fahren. Was all diese Akteure von nie dagewesener globaler Wirkmacht gemein haben? Es sind ausnahmslos Männer. Ignoriert man diesen weißen Elefanten im Raum, hilft auch aller Aktivismus nicht, denn: Nicht der Mensch hat die Erde im Würgegriff, sondern das Patriarchat! Sklaverei, Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus schienen bis vor Kurzem noch »alternativlos«, doch sie konnten weitestgehend aufgearbeitet werden, weil sie entlarvt wurden: als Missstände, die der Spezies Mensch unwürdig sind. Warum sollte das mit dem Patriarchat nicht auch gelingen? 

Gertraud Klemm nimmt sich in ihrem leidenschaftlichen Essay matriarchale Gesellschaften aus Vergangenheit und Gegenwart zum Vorbild für ihre Ankündigung des Abschieds vom Phallozän – ein kraftvolles Gedankenspiel über matriarchale Inspiration, patriarchale Dekonstruktion und die Notwendigkeit der kolonialen Schubumkehr.

Eintritt frei.