Veranstaltungen

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Veranstaltungen 2026

Sonntag, 26. Juli 2026, 15 Uhr

Szenische Darbietung zu den Frauen der alten sowie der neuen Hamburger Frauenbewegung

Mit den Schauspielerinnen Andrea Gerhard und Herma Koehn, Texte und Moderation Dr. Rita Bake

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Der Garten der Frauen erinnert mit historischen Grabsteinen und Erinnerungssteinen auch an Frauen der alten sowie der neuen Hamburger Frauenbewegung. Dabei gibt es im Garten der Frauen so manchen gedanklichen roten Faden, der von einer Frau zu einer anderen führt, weil diese Frauen sich zu Lebzeiten kannten oder weil sie  – auch ohne sich gekannt zu haben – von gleicher politischer Überzeugung waren und/oder zeitgleich sich gemeinsam in Frauenverbänden für die Rechte der Frauen einsetzten und sich dort vernetzten. In der szenischen Darbietung kommen diese Frauen mit ihren Forderungen und Aktivitäten zu Wort.

Inhaltlich geht es um zum Beispiel um das Frauenwahlrecht, um Berufsmöglichkeiten für bürgerliche Frauen, Rechtsberatungsmöglichkeiten für Frauen, um die Themen Weltfrieden, Prostitution – ein Beruf wie jeder andere?, um gleiche Rechte für gleiche Liebe, Gewalt gegen Frauen, Verbot der Vergewaltigung in der Ehe etc.

Sonnabend, 22. August 2026, 15 Uhr

Lesung: Im Auge des Sturms und an dessen Rändern

im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Dr. Cornelia (Nele) Lipp liest aus ihrem neuen Buch „GERTRUD UND URSULA FALKE – KLAUS MANN – JEAN WEIDT EINE (HAMBURGER) TRILOGIE 1912-1947“

Der Verein Garten der Frauen lädt herzlich ein zu einer Lesung mit Dr. Cornelia (Nele) Lipp. Sie wird aus ihrem neuen Buch „GERTRUD UND URSULA FALKE – KLAUS MANN – JEAN WEIDT EINE (HAMBURGER) TRILOGIE 1912-1947“ lesen.

 Zufällig kamen zwischen 2010 und 2024 dreimal von Kunsthändlern als „Sleeper“ bezeichnete, das heißt lange verborgene oder vergessene Materialien ans Licht. Es handelte sich nicht um alte Gemälde, sondern um eine Mappe mit Kostümentwürfen, ein Typoskript und ein illustriertes Libretto. Bei allen drei Funden handelte es sich um tanzhistorische Dokumente und alle haben Bezüge zu Hamburg und künstlerischen Positionen zu den Weltkriegen. Der Erste Krieg wurde von den Schwestern Gertrud und Ursula Falke und ihrer Kostümbildnerin Doris Boeckmann mit musikalischen, märchen- und traumhaften Tänzen verdrängt, oder in ihnen eine Tröstung gefunden, der Zweite, von Klaus Mann in den „zerbrochenen Spiegeln“ erahnt und mit seinen traumatisierenden Folgen in der „Zelle“ von Jean Weidt vorgeführt.

Klaus Mann ist bekannt, Jean Weidt inzwischen auch – über die Schwestern Falke und Doris Boeckmann ist bisher kaum etwas an die Öffentlichkeit gelangt. Die Schwestern Falke waren es, die als erste in Hamburg weiten Kreisen den künstlerischen Tanz zeigten. So große Publikumserfolge wir mehrfach in den letzten Jahren erlebten, sie waren wesentlich nur durch ihre Wegbereitung möglich.

An Gertrud und Ursula Falke erinnern Grabsteine auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Eintritt frei.

Sonnabend, 5. September, 15 Uhr

Lesung aus dem Buch von Gertraud Klemm „Abschied vom Phallozän“ eine Streitschrift

in der Cordeshalle im Forum Ohlsdorfer auf dem Friedhof Ohlsdorf Fuhlsbüttler Str. 758

Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Gartens der Frauen lädt der Verein Garten der Frauen in Kooperation mit dem Friedhof Ohlsdorf ein zu einer Lesung der österreichischen Autorin Gertraud Klemm. Sie veröffentlichte 2025 eine Streitschrift, in der sie das herrschende Patriachat kritisch unter die Lupe nimmt. Auch der Garten der Frauen widmet sich der kritischen Auseinandersetzung mit dem Patriachat. Denn in einer patriarchalen Gesellschaft wird zum Beispiel die Erinnerung an bedeutende Frauen heruntergespielt und die Leistung von Frauen nicht ebenso gewürdigt wie die von Männern. Um dem entgegen zu wirken, wurde der Garten der Frauen gegründet.

Die Patriarchatskritik ist heute notwendiger denn je. Vor der Kulisse aus Klimakrise und Kriegen droht eine Handvoll machttrunkener und skrupelloser Politiker im Verein mit rücksichtslosen Techmilliardären die Welt gegen die Wand zu fahren. Was all diese Akteure von nie dagewesener globaler Wirkmacht gemein haben? Es sind ausnahmslos Männer. Ignoriert man diesen weißen Elefanten im Raum, hilft auch aller Aktivismus nicht, denn: Nicht der Mensch hat die Erde im Würgegriff, sondern das Patriarchat! Sklaverei, Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus schienen bis vor Kurzem noch »alternativlos«, doch sie konnten weitestgehend aufgearbeitet werden, weil sie entlarvt wurden: als Missstände, die der Spezies Mensch unwürdig sind. Warum sollte das mit dem Patriarchat nicht auch gelingen? 

Gertraud Klemm nimmt sich in ihrem leidenschaftlichen Essay matriarchale Gesellschaften aus Vergangenheit und Gegenwart zum Vorbild für ihre Ankündigung des Abschieds vom Phallozän – ein kraftvolles Gedankenspiel über matriarchale Inspiration, patriarchale Dekonstruktion und die Notwendigkeit der kolonialen Schubumkehr.

Eintritt frei.