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Film: 25 Jahre Garten der Frauen
25 Jahre Garten der Frauen. Film zur Jubiläumsveranstaltung am 5. Juli 2026
Am 5. Juli 2026 feierte der Garten der Frauen sein 25jähriges Bestehen. Weil nach wie vor die Leistungen von Männern sowohl zu ihren Lebzeiten als auch nach ihrem Tod mehr Beachtung und Würdigung finden als Verdienste von Frauen, hatte Dr. Rita Bake im Herbst 2000 mit Hilfe von Dr. Silke Urbanski und Helga Diercks-Norden den Verein Garten der Frauen gegründet, um den Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof zu errichten. Denn für die Durchsetzung der Gleichberechtigung der Geschlechter spielt die Erinnerung eine gravierende Rolle. Erinnert man sich nicht an die Leistungen von Frauen, nimmt man sie auch in der Gegenwart nicht wahr und empfindet sie für die Zukunft als unbedeutend. Damit wird die Diskriminierung von Frauen fortgeschrieben, und es kommt zu falschen Interpretationen gesellschafts- und kulturpolitischer Entwicklungen.
Damit dies nicht geschieht, ist es wichtig einzuschreiten, wenn die wenigen Orte oder Gegenstände verschwinden, die an Frauen erinnern, wie z. B., wenn deren Grabsteine entsorgt und für Straßenbelag geschreddert werden.
Im Garten der Frauen wird mit historischen Grabsteinen sowie Erinnerungssteinen und Erinnerungsmedaillons an Frauen erinnert, deren Lebenswege unsere Welt geprägt haben. Ob Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen, Frauenrechtlerinnen, Widerstandskämpferinnen, Opfer des Nationalsozialismus oder Alltagsheldinnen – jede dieser Frauen hinterlässt ein wertvolles Vermächtnis.
Der Film zeigt die auf der Jubiläumsfeier aufgeführte szenische Darbietung, in der der zähe Kampf der Frauen um Gleichberechtigung dargestellt wird. In zehn von Rita Bake verfassten Szenen treten Frauen der alten Hamburger Frauenbewegung auf, an die im Garten der Frauen mit historischen Grabsteinen und Gedenksteinen erinnert wird. Viele der damaligen frauenpolitischen Themen sind auch heute noch aktuell. Die Frauen werden dargestellt von den Schauspielerinnen Herma Koehn und Andrea Gerhard. Die Verlesung der moderierenden Zwischentexte hat Dr. Birgit Kiupel übernommen.
Beitrag digitaler Geschichtswettbewerb „hamburg memory“ von Ruth Binder
Die junge Hamburger Abiturientin Ruth Binder hat für den digitalen Geschichtswettbewerb „hamburg memory“ 2019 einen Beitrag zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ abgegeben. Sie beginnt mit der Frage: „Was hat der Garten der Frauen mit dem Frauenwahlrecht zu tun?“ und liefert dazu auch gleich die Antwort: nämlich viel, weil mehrere Frauen, die sich für das Frauenwahrecht stark gemacht haben, im Garten der Frauen mit Erinnerungssteinen oder den historischen Grabsteinen dieser Frauen geehrt werden.