Hedi Höpfner Scheinpflug

    Tänzerin, Schauspielerin, Schauspiellehrerin

    Hình ảnh trang trí
    25.5.1910
    Berlin
    -
    24.8.1988
    Hamburg
    Waldfriedhof Wohldorf/Ohlstedt, Frauen auf anderen Friedhöfen
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    Waldfriedhof Wohldorf7Ohlstedt, Grablage XIII. Bereits im Alter von sechs Jahren trat Hedi Höpfner mit ihrer damals vierjährigen Schwester Margot (ihr Grabstein steht im Garten der Frauen) als Tänzerinnen auf. Ihren ersten Auftritt hatten sie in dem Stummfilm Kindertränen. „Die beiden hatten eine Tanzausbildung an der Städtischen Oper Berlin erhalten. Neben der Opernschule erhielten Hedi und Margot Schauspielunterricht bei Carl Winter und Robert Müller (…), Gesangsunterricht bei Fredl Strauß und die pädagogische Ausbildung bei Niedecken-Gebhardt. Sie besuchten die Tanzschulen von Victor Gsovsky (Ballett), Trümpy-Skoronel (modern), Morrow (Flamenco) und Raden Mas-Jodjana (indische Tanzlehre). 1928 erhielten die Geschwister Höpfner einen Nachwuchspreis für ihre Auftritte im Kabarett der Komiker.“ Hedi Höpfner, die in erster Linie als Theaterschauspielerin auftrat, wirkte in den 1930er und 1940er Jahren auch „in mehreren Ufa-Produktionen mit, vornehmlich in Tanzrollen, darunter auch in dem Hans-Albers-Film Münchhausen. Jedoch fielen unter anderem die Szenen mit ihr nach der Premiere der Zensur zum Opfer. Auf Hans Albers' Wunsch entstand einer der ersten Farbfilme des Deutschen Reiches mit dem Titel Der Bunte Reigen (…). Es handelte sich um einen knapp zehnminütigen Vorfilm aus drei Tanzszenen, in dem der Kaiserwalzer das Prunkstück bildete. Die jungen Schwestern mussten entgegen ihren Vorstellungen ein regimetreues Repertoire umsetzen. Eine weitere Tatsache war, dass beide an zweiter Stelle nach Leni Riefenstahl zu den Künstlern gehörten, die auf der Liste des Reichspropagandaministeriums aufgeführt waren. (…). Die Auflistung bedeutete, dass die Schwestern pausenlos beschäftigt werden mussten. Das nunmehr eher leicht unterhaltsame Programm, das nicht die gesamte Palette ihres Könnens unter Beweis stellen konnte, führte dazu, dass einer ihrer besten Freunde, der Kabarettist Werner Finck, ihnen den Titel ‚Reichshupfdohlen‘ gab. Dieses Image wurden sie hiernach nie los.“ [1] Ab 1939 gaben die Schwestern Höpfner eigene Tanzabende. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, als in Berlin vieles zerbombt war, zogen die Schwestern zu ihren Eltern nach Süddeutschland. „Nachdem sie 1947 wieder ihre Lizenz erhielten, tourten sie mit Tanzabenden durch ganz Europa und gastierten als Schauspielerinnen auf mehreren Bühnen. Hamburg wurde ihre Wahlheimat. (…).“ 1) Ende der 1950er-Jahre beendeten die Schwestern ihre Zusammenarbeit. Hedi Höpfner eröffnete in Hamburg die Schauspielschule „Bühnenstudio Hedi Höpfner“. Dazu heißt es auf der Website der Schule: „Das Bühnenstudio der Darstellenden Künste, an dem unter der Leitung von Hedi Höpfner Tanz und Schauspiel unterrichtet wurde, war in der Hansastraße, Nähe Rotherbaum, geboren. In Höpfners über 30-jährigen Tätigkeit wurde das Bühnenstudio der Darstellenden Künste zu einer der renommiertesten Schauspielschulen Deutschlands, aus der erfolgreiche Schauspieler*innen wie z.B. Klaus J. Behrendt, Thomas Fritsch und Christoph M. Ohrt entsprangen.“ 2) Nach dem Tod von Hedi Höpfner übernahm Doris Kirchner die Schule. 1] Wikipedia: Margot Höpfner, unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Höpfner (abgerufen: 5.12.2022) 2) https://schauspielschule-buehnenstudio.de/schauspielausbildung/schauspielschule/